Workshop Coaching auf Grundlage von Human Design und Yoga

Tatsächlich ist es so, dass man viel über Entscheidungen aus dem Körper sprechen bzw. schreiben kann. Schwierig dabei ist aber seine „Entscheidungsinstanzen“ tatsächlich auch körperlich zu spüren. Dazu haben Susanna und ich einen Workshop kreiert, der euch dabei helfen wird in euren Körper hinein zu spüren, um zu klaren Entscheidungen zu kommen.

Ich denke also bin ich. Nein!

Eines der ersten Bücher das ich zum Thema Selbstfindung las, war ein philosophisches. Wer bin ich und wenn ja, wie viele? von Richard David Precht.
Komplett erstaunt war ich als Precht bereits auf den ersten Seiten „Ich denke also bin ich.“ – einen meiner damaligen Lieblings(leit)sätze – in Frage stellte.
Für mich als Juristin war dieser Satz in Stein gemeißelt. Mit meinem Verstand nehme ich meine Persönlichkeit wahr. Aufgrund meines Verstandes, meiner Persönlichkeit und meiner Erfahrungen treffe ich meine Entscheidungen. Wenn mich daher damals jemand fragte, wie ich meine wichtigen Entscheidungen treffe, kam die Antwort wie aus der Pistole geschossen. „Mit meinem Verstand, auf den kann ich bauen.“ Natürlich habe ich solche Entscheidungen, die ich aus dem Bauch oder aus dem Gefühl heraus traf, gekannt. Ich stempelte sie aber als unzuverlässig und unvernünftig ab und ignorierte sie größtenteils vehement.

Ich denke also bin ich – in Frage stellen?

Alle meine wesentlichen Entscheidungen traf ich damals mit meinem Verstand. Sätze wie „Überleg dir das gut, bevor du dich entscheidest und wiege ab“ oder „Hast du ordentlich darüber nachgedacht, um dir sicher zu sein“ waren damals meine ständigen Begleiter. Im Wesentlichen ging ich immer davon aus, dass mein Verstand die für mich richtige Entscheidung trifft.

Es gab Entscheidungslisten – Pro und Contra fein säuberlich aufgelistet. Es wurde ständig alles Mögliche verglichen und abgewogen. Ich holte unterschiedlichste Meinungen von unterschiedlichsten beteiligten oder auch nicht beteiligten Menschen ein. Meistens mit der Frage – „Was würdest denn du an meiner Stelle machen“. Zukünftige Szenarien wurden durchüberlegt und aus allen „möglichen“ Blickwinkeln betrachtet. Meine Entscheidungen traf ich dann auf der Grundlage ausgedachter Szenarien und Ratschlägen. Sonderlich glücklich, machte mich diese Art der Entscheidungsfindung aber nicht.

Hirngespinste vertreiben und Gedankenschleifen durchbrechen

Ein Buch, das mir damals sicherlich weitergeholfen hätte, sagt solchen selbst erdachten Zukunftsszenarien und Gedankenschleifen den Kampf an.
In dem Buch Finde deine Wahrheit: Dein Recht auf Glück und Frieden werden unter anderem Praktiken angeführt, um aus negativen Gedankenschleifen auszusteigen. Ganz besonders hat mir die vorgestellte Übung The Work – Überprüfe deine Überzeugungen von Byron Katie gefallen.
Bis ins Detail sind diese Fragen von der Autorin Martina Sailer in ihrem Buch anhand unterschiedlichster Beispiele ausgearbeitet worden. Diese bieten eine gute Basis, um diese Übungen zu verstehen und zu festigen. Mit diesem Buch könnt Ihr euch wahrlich viele komplett unnötigen Pro und Contra Listen ersparen– probiert es aus!

Und nun…

Prechts Erkenntnis, dass Descartes mit – „Ich denke also bin ich“ – schlichtweg falsch lag, die traf mich wie der Blitz.
Descartes vergisst bei seinen Überlegungen über das Sein völlig auf den Körper. Man kann vor allem auf der Grundlage naturwissenschaftlicher Erkenntnisse der Hirnforschung, den „Geist“, das menschliche Bewusstsein, den Verstand nicht vom Körper bzw. der unterbewussten Seite trennen. Sie gehören unwiderruflich zusammen für ein Ich-Verständnis und somit auch für das Sein.

Unser Verstand, gibt uns lediglich eine Vorstellung von unserem Sein, das Sein selbst ist er aber nicht.

Wenn der Körper einen wesentlichen Anteil am Sein hat, wäre es dann nicht sinnvoller, die Entscheidungen aus dem Körper zu treffen und wie geht das?
Und vor allem, welche Rolle sollte dann der Verstand überhaupt noch spielen bei der Entscheidungsfindung?
Das sind Fragen auf die ich in Prechts Buch keine Antwort fand und mit denen ich mich in den nächsten Artikel beschäftigen werde – bis dahin seid gespannt!

Wer bin ich? Ich bin!

Wieso dieser Blog? Wieso jetzt?

Der Prozess startete rund um meinen 30. Geburtstag. Gelangweilt und frustriert von einer scheinbar schon vorgegebenen Richtung in meinem Leben, stellte ich mir selbst die Frage, wozu bin ich eigentlich da? Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nur was ich nicht wollte und wer ich nicht sein wollte. Die Frage die sich aber aufdrängte war: wer bin ich?

Und so fing es an

Das erste mal richtig „angesprungen“ auf diese Frage bin ich, als ich ein Selbst- bzw. Organisationsentwicklungsbuch „Business Model YOU“ in der Hand hielt. Dabei geht es darum abzuklären, wer man eigentlich ist, was einen wirklich bewegt, um dann ein Geschäftsmodel darum herum zu entwickeln. Wirklich berührt haben mich die persönlichen Geschichten der Unternehmer in diesem Buch. Erfolgreich, oder noch im Aufbau – ein Blick auf die Fotos machte die Gemeinsamkeit augenscheinlich: die Menschen strahlten. Das war also der Beginn, mit dem Credo „Sei du selbst“ und mit einem sichtbaren „Strahlen“ in einem Organisationsentwicklungsbuch.

 

Fangen wir an zu leuchten und nicht zu glänzen.

Ich bin seit Anfang 2018 selbstständig als Beraterin tätig, hauptsächlich im Bereich Persönlichkeitsberatung nach Human Design System. Ich unterstütze meine Kunden darin, ihre persönlichen Talente und Fähigkeiten sichtbar zu machen und diese zu leben.

Neben Human Design habe ich mich in den letzten sechs Jahren mit zahlreichen anderen Methoden und Fragen zum Thema Selbstfindung auseinandergesetzt. Ich besuchte immer mehr und ganz bewusst nur Veranstaltungen auf die ich richtig Bock hatte. Das zweite Kriterium für die Auswahl der Veranstaltung waren die Menschen dahinter – sie müssen authentisch sein.

Eine solche Veranstaltung fand am 29. Jänner 2019 in Graz statt. Organisiert von der Organisationsentwicklungsplattform Freiräume und dem Club Zukunft Kompakt. In dieser Veranstaltung wurde der Film mit dem Titel „Die stille Revolution“ vorgestellt.

Im Wesentlichen ging es um eine große Hotelkette, die ihren eigenen Weg hinsichtlich Organisationsentwicklung und Mitarbeiterführung geht. Hauptthemen dabei sind Selbstorganisation, Ganzheitlichkeit und Sinnstiften.

Zwei Sätze in diesem Film, von sichtbar emotional bewegten Mitarbeitern, haben mich sehr berührt – „Wir müssen anfangen zu leuchten, nicht zu glänzen!“ und „Jetzt bin ich da, wofür ich da bin!“

Diese beiden Sätze haben mich derart angesprochen, dass ich dachte – YESSS – das ist es, auf diesen Input habe ich gewartet… die Zeit ist da für meinen Blog.

 

Da zu sein, wofür man da ist.

Mit diesem Blog möchte ich Menschen die sich dieser wichtigen Frage stellen „wer bin ich“ – unterschiedlichste und von mir selbst erprobte Tools vorstellen um sich selbst näher zu kommen, ans Dasein, wofür man da ist.

Dieser Blog ist als Erfahrungsbericht der letzten sechs Jahre zum Thema „sei du selbst“ zu verstehen. Modelle/Theorien/Veranstaltungen von Philosophen, Hirnforschern, Coaches und Trainern (egal ob im körperlichen oder mentalen Bereich), von Organisationsentwicklern und Lebens- und Sozialberatern, Aufstellern sowie spirituellen Menschen und Agnostikern sollen hier einfließen und Inputs geben. Denn eines haben sie alle gemeinsam: sie begleiten mich ständig und ich finde sie „richtig guat“ – menschlich und fachlich.

Unterschiedliche Menschen – unterschiedliche Tools

In diesem bunten Haufen an Erfahrungen ist sicherlich für jeden etwas dabei der sich mit der Frage – „Wer bin ich?“ auseinander setzt, egal in welchem Kontext. Möglicherweise gelingt es mir ja auch einen „roten Faden“ zwischen den einzelnen Methoden/Theorien zu finden zum Thema „SEI DU SELBST“.

Also seid gespannt, es geht jetzt los. Meine Empfehlung bis zum nächsten Blog -> zurücklehnen, entspannen und tut euch selber etwas gutes! 😉